Terem-Quartett beim Bodensee-Festival

Das Terem-Quartett, das „dritte Wahrzeichen“ von St. Petersburg nach der „Eremitage“ und „Marinsky-Theater“ ist am 16. Mai 2018 beim Bodensee-Festival in Ravensburg zu erleben. Vor 31 Jahren in einer tristen sowjetischen Kaserne in Potsdam formiert, ist das Terem-Quartett seinem Namen treu geblieben. „Terem“ heißt ein großes oder offenes Haus. Russlands Heilige wie Tschaikowsky, Borodin, Rimsky-Korsakoff verwandelt das Terem-Quartett mal in modernen Zeitgenossen, die an einer Strasse St Petersburg spazieren gehen, oder in einer Jurte bei den Rentierhirten in Jakutien versetzt. Bei „White Nights“ etwa wird Gershwins „Summertime“ angeblich der klimatischen Verhältnisse St. Petersburgs angepasst zu „Wintertime“. Das Bach-Programm wird „M(a)y Bach“ genannt, und das hat vor drei Jahren mit Mariss Jansons und dem Orchester des Bayerischen Rundfunks die 6000 Zuhörer beim Odeonplatz in München für große Begeisterung gesorgt. Überhaupt spricht man zwar von britischem Humor, nie aber ist von russischem die Rede. Wer das verstehen will, er soll sich das Terem-Quartett erleben. Denn nicht umsonst heißt eine von etwa 30 CDs des Quartetts “ No, Russia can not be perceived by wit“, also „Witz ist nicht hilfreich, wer Russland verstehen will“.

https://bodenseefestival.de/?p=6336

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.