David Gazarov Trio

Meinhard „Obi“ Jenne (Drums), David Gazarov (Piano), Mini Schulz (Bass)

Meinhard „Obi“ Jenne (Drums), David Gazarov (Piano), Mini Schulz (Bass) Photo: D. Gazarov

Stehende Ovationen beim Münchener Brunnenhoffestival am 22.7. 14, Stehende Ovationen beim Rheingau Musikfestival am 30.7.14, Stehende Ovationen beim Dubrovnik Festival am 15. 8. 2014

„…immer sind grillenhafte Freude, größtes Talentund himmelweite Lust am Musizieren im Raum zu greifen. Verdiente Standing Ovations.“ (GAZ; 2.8.14)

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Rezensionen zu David Gazarov Trio

Es gab in der jüngsten Vergangenheit nur wenige Beispiele für einen Musiker, der kurzfristig für einen berühmten erkrankten Kollegen einspringt und – wie im Fall von David Gazarov – sofort zum neuen Star erhoben wird. Es begann im Oktober 2011 nach einer kurzfristigen Absage Jacques Loussiers. Mit nur 90 Minuten Probe begeisterte David Gazarov die Loussier-Fans. Die Kritik sprach von „einem würdigen Nachfolger …“ Die darauffolgenden Auftritte in Berlin (Philharmonie), Hamburg (Michels), Hannover (großer Sendesaal des NDR), Bremen (Glocke) und Stuttgart (Liederhalle) steigerten seinen Erfolg. Die Kritikerin der Hannoverschen Allgemeine Zeitung geriet ins Schwärmen ob der Zartheit, Kraft, Virtuosität und auch über die Innovationskraft David Gazarovs:
„Am besten gibt man alles Verstehenwollen zugunsten des puren Genusses auf … Das Publikum im Funkhaus kann sich gewiss sein, hier auf einen zukünftigen Star getroffen zu sein.“
Bei den Konzerten in der Bremer „Glocke“ und in der Liederhalle zu Stuttgart wurden die Musiker mit stehenden Ovationen verabschiedet. Der Kritiker der Weser Kurier stellte entzückt fest, dass David Gazarov nicht nur ein „Crossover-Spezialist, sondern auch virtuoser Vollblutjazzer ist.“
„Der mitreißende Drive der Bebop Idioms dürfte auch letzte Skeptiker im Publikum überzeugt haben … Großer Beifall für ein grandioses Ersatzkonzert.“ (Weser Kurier, 13. Dez. 2011)

David Gazarov
„Eine riesige Wundertüte: atemberaubende Technik, Anschlagsfinesse, Klangfarbenvielfalt, Einfallsreichtum und sagenhaft viel Gefühl, kreative Geniestreiche … das ist manchmal so, als würden Art Tatum und Vladimir Horowitz zusammen im Orient Urlaub machen“ (Jazzthetik)

DavidGazarovTrio

Photo: D. Gazarov

Der in Jazz und Klassik ausgebildete und in Zagreb lebende Musiker David Gazarov gehört inzwischen zu den beeindruckendsten Pianisten seiner Generation und verblüfft immer wieder durch seine Innovations- und Ausdruckskraft, atemberaubende Virtuosität und seine Anpassungsfähigkeit an andere Stile. Letztere macht aus David Gazarov einen im wahrsten Sinne des Wortes einzigartigen Musiker, der wie kaum anderer die beiden oft konträren Welten Klassik und Jazz zu vereinen vermag. Für den einen Kritiker ist er der neue Friedrich Gulda, für den anderen Vladimir Horowitz und Art Tatum in einem. Martin Drew, der 30 Jahre lang Oscar Peterson’s Drummer war, nannte David Gazarov „Derjenige, der Oscar Peterson am nächsten ist„. Bis zu seinem Tod im Jahre 2011 spielte Martin Drew immer wieder mit David Gazarov.
Zahlreiche Auszeichnungen aus seiner Studienzeit in Moskau, darunter erste Preise beim Wettbewerb der UDSSR zeugen vom ungewöhnlichen Talent des in Baku, Aserbaidschan geborene Pianisten. Wie seine berühmte Kollegin Aziza Mustafa Zadeh studierte er bei der Schostakowitsch‘ Schülerin Elmira Nasirowa klassisches Klavier und Komposition. Bei seinem Vater aber, der eine Big Band leitete, lernte David schon sehr früh Jazz. Jazz war damals offiziell verboten, sodass es viel Mut und Einfallsreichtum brauchte, um Stücke von Dizzy Gillespie oder Miles Davis aufzuführen. Es gab damals auch keine Schallplatten zu kaufen. Der junge David hörte heimlich die Sendung Voice of America im Radio und spielte die Jazzstücke nach Gehör nach.
Nach der Auflösung der Sowjetunion ging David Gazarov nach Moskau, wo er in der renommierten Talentschmiede Gnessin-Institut sein Musikstudium fortsetzte und beendete.

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David Gazarov konzertierte regelmäßig mit internationalen Jazzgrößen wie Chuck Israels, Bill Goodwin, Alvin Queen, Niels-Henning Orsted Pedersen, Charlie Antolini, Jiggs Whigham und Keith Copeland. Soloauftritte führten ihn zudem zum Montreux Jazz Festival oder den Jazz Open Stuttgart. Aber er erhielt auch Einladungen zu den Wagner-Festspielen in Bayreuth, dem Würzburger Mozartfest und dem von Daniel Barenboim ausgerichteten Internationalen Kammermusikfestival in Jerusalem.
Von den zahlreichen CD-Aufnahmen des Pianisten, bestechen vor allem Mad Clown’s Dreams und Black Vision mit vorrangig eigenen Kompositionen und das für den Bayerischen Rundfunk geschriebene Crossover-Feuerwerk Don Giovanni Bad Boy mit Beatrice Richter. Die CD Chopin Lounge (Sony) mit den Klazz Brothers fand bis im fernen Japan sehr große Beachtung, stand dort wochenlang als Verkaufsschlager für Klassik-Fan.

 

 

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