Roby Lakatos

Roby Lakatos & Gypsy Ensemble (Photo J.N.Doumont)

Roby Lakatos & Gypsy Ensemble (Photo J.N.Doumont)

„The fastest-fingered fiddler in the world“ (The Daily Telegraph)

Sucht man nach einem Geigenvirtuosen vom Weltrang, der auf allen berühmten Bühnen wie der der New Yorker Carnegie Hall, Londoner Royal Albert Hall, Tokyoer Suntory Hall oder des Sydney Opera House fulminante Erfolge gefeiert hat, findet sich der Name Roby Lakatos auf der obersten Reihe. Yehudi Menuhin pries Roby Lakatos‘ Talent in höchsten Tönen, um gleich dessen Alleinmerkmal unter seinesgleichen hervorzuheben: er ist gleichzeitig Ungarischer Zigeuner! Robys Urahn in siebter Generation war Janos Bihari, der selbst von Beethoven bewundert wurde und Mitauflöser des Zigeunerfiebers im 19. Jh. war mit all den Ungarischen Rhapsodien, -Tänzen, Czardas‘, den ekstatischen „Ala Zingharese

„… for sheer fun, give me the Gypsy sounds of Roby Lakatos … Remember all those wild, swirling dance tunes by Brahms, Liszt and Bartok? Well, this is where they came from“ (New York Sun)

So wenig wie klassische Musik ein Anachronismus ist, gehören Montis Czardas oder Brahms‘ Ungarischer Tanz zu Roby Lakatos‘ Repertoire. Allerdings begleitet ihm eine zeitgemäße Zigeuner-Band, die aus einem zweiten Geiger, einem Pianisten, einem Cimbalom-Spieler, einem Kontrabassisten und einem elektrischen Bass-Gitarristen besteht. Die vier Mitglieder sind Mit-Zwanziger und allesamt bereits die besten in ihren Fächern. Von Jeno Lisztes sagt man, es gäbe aktuell keinen besseren Cimbalom-Virtuosen.

„… His band are Gypsies like him, and each can carry an evening“ (The Independent)

Roby Lakatos & Bireli Lagrène (Photo Ruth Sari)

Roby Lakatos & Bireli Lagrène (Photo Ruth Sari)

Roby Lakatos gilt ebenso in mindestens einem anderen Genre, nämlich in Jazz als ebenso Spitze. Kein Geringerer als Stéphane Grapelli führte den jungen Roby in die Welt des Manouche-Jazz ein, die des allmächtigen Django Reinhardts. Mit Grapelli, Birelli Lagrene oder Stochelo Rosenberg spielte Roby in Konzerten. Aber auch mit Didier Lockwood oder Randy Brecker stand Roby gemeinsam auf der Bühne.
Die Tatsache, dass er aber außerdem auch mit klassischen Geigenkollegen wie Vadim Repin oder Maxim Vengerov auftrat und wie gerade Mitte Juli auch mit Nigel Kennedy eine Bühne teilte macht Roby Lakatos einzigartig.
Diese Einzigartigkeit dokumentiert seine jüngste CD „La Passion“ am besten. Live vor 5000 Publikum in den Sydney Opera House 2012 aufgenommen. Die Doppel-CD, die im Mai 2013 erscheint, beeindruckt vom ersten Ton des Auftakts des New Alliances an, was sich später bei L’Alouette mit unglaublicher Virtuosität und Vitalität nahtlos fortsetzt. Sie kommen jener Äußerung Hans Christian Andersen nah, dass einer spielt wie ein „Dämon, der seine Seele freispielen muss!“ Es wäre aber ungerecht, Roby Lakatos nur diese Eigenschaft zuzuschreiben. Es gibt aber auch genügend Stücke und Stellen, wo die Worte der Kritiker sowohl der Londoner Independent, als auch der Los Angeles Times seine Gültigkeit haben:

„But when Roby Lakatos spun out his first cadenza, the earth stood still … Lakatos left us with birdsong in our ears“ (The Independent)

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