Terem Quartett

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Photo: Sergej Nikolaev

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mariss Jansons liebt es, und der Pop-Rock-Veteran Peter Gabriel liebt es auch: Formiert in den 80er Jahren in einer tristen Kaserne in Potsdam, ist das Terem-Quartett heute eine der beliebtesten musikalischen Institutionen Russlands. Die Russen, allen voran die St. Petersburger – und sie sind Kleinkinder, Jung und Alt, Liebhaber der klassischen Musik, Pop-, Rockfans und Jazzer – sind stolz auf das Terem-Quartett. Sie nennen es liebevoll das „Dritte Wahrzeichen“ St. Petersburgs nach Eremitage und Marinsky Theater. Ihre im Fernsehen übertragenen Konzerte erreichen Zuschauerquoten fast wie bei großen Sportereignissen. Es war nur folgerichtig, wenn das Terem-Quartett bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Sotchi 2014 oder sogar der des Eurovision Song Contest in Moskau 2009 die „Fanfare“ blies.

Terem-Quartett mit Mariss Jansons und dem Bay. Rundfunkorchester

Olympische Winterspiele Sotchi 2014

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Photo: Sergej Nikolaev

Das Wort Terem bedeutet großes offenes Haus. Die Offenheit ist Programm. Wer beim Anblick der Instrumente – Bajan, zwei winzige Domras und eine furcht einflößende Bassbalalaika – denkt, es handele sich hier um etwa eine Folkloregruppe, täuscht sich! Kein Ensemble in Russland ist so weltoffen wie das Terem-Quartett, das mit ihren meist humorvollen Arrangements von populären Musikstücken die unterschiedlichsten Bühnen der Welt (2700 Konzerte in 60 Ländern) erobert und mit bekannten Musikern fast aller Genres zusammen gespielt hat: Vor dem Papst Johannes Paul und 120.000 Menschen in Vatikan oder neulich beim Freiluftkonzert am Odeonsplatz in München mit dem Bayerischen Rundfunksinfonieorchester unter der Leitung von Mariss Jansons. Beim Edinburgh-Festival, beim Schleswig-Holstein Musikfestival, in Tokio, Montreal, oder zu Hause mit dem Marinksy-Orchester.

Eines der beliebtesten Programme ist Die Weißen Nächte, mit teils Arrangements von bekannten Komponisten wie Bach, Tschaikowsky, Rimsky-Korsakoff, Borodin, Stchedrin oder Nino Rotta. Es lädt aber auch ein zum Entdecken von einigen im Westen unbekannteren Namen wie dem Filmmusik-Komponisten Andrej Petrov mit seiner sehr populären Melodie aus dem Film Vorsicht Autodieb! oder Isaak Shvarts mit den Weißen Nächte. Aus Bach wird MyBach, und Tschaikowskys Troika versetzt die Vier nach Jakutien, mit skurril anmutenden Gesängen der ostsibirischen Rentier-Hirten. Weitere Themen aus den Jahreszeiten werden dann in einem sehr reizvollen Medley verpackt und trägt den Titel Tschaikowsky Nimmt einen Spaziergang an der Fontanka.

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Photo. Sergej Nikolaev

Legendär war auch der Auftritt des Terem-Quartetts bei WOMAD in London, bei dem zu es zu einem gemeinsamen Auftritt mit Pop-Größen wie Peter Gabriel, Led Zeppelin und Sinnead O’Connor kam.

Die Einzigartigkeit des Terem-Quartetts wurde bereits von bekannten Fernsehanstalten wie Filmmacher weltweit dokumentiert, von BBC über dem japanischen NHK, ARTE und ARD bis hin zu National Geographic.

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